Probleme und Fragen


Welche Lösung benötigen Sie?

0351 - 2 736 986
GmbH Insolvenz Verkauf oder
diskreten Rückruf anfordern!

Insolvenz droht?

Rückruf gewünscht?


Füllen Sie jetzt unser Kontaktformular aus


Links

 

Verkaufen statt Liquidieren!

Logo kl

Sie wollen Ihre aktive Firma verkaufen?

 horizontale linie

Logomantel kl

Oder Sie besitzen eine inaktive Firma?

 

auffanggesellschaft2Die Stufen einer Unternehmenskrise - Leitfaden für den GmbH-Geschäftsführer

(Autor: D. Feyerabendt) Die Entwicklung einer Unternehmenskrise vollzieht mehrere Stadien. Vereinfacht dargestellt werden kann, dass unternehmerische Fehlentscheidungen in der Vergangenheit zur Auslösung der Krise beitragen, bzw. der Keim des Übels in diesen Entscheidungen zu suchen ist. Verneint der Betroffene seine Schuld - so wird er auch nicht in der Lage sein - die Krise als Schule des Erfolges zu nutzen. Wichtig in einer unternehmerischen Krise ist es, auch die persönlichen Komponenten zu betrachten und diese anzunehmen. Sind an Ihrer Unternehmenskrise andere schuld - schließen Sie bitte dieses Fenster.

Die Betriebswirtschaftslehre und Fachliteratur zum Thema Krise und Krisenbewältigung kennt 5 Phasen - die letztendlich immer in der Insolvenzreife der Kapitalgesellschaft enden, wenn dem nicht vorgebeugt wird.

 

Wir gehen hier in diesem Aufsatz besonders auf die Auswirkungen der Unternehmenskrise in Kapitalgesellschaften, also GmbH's ein - weil diese in Deutschland nach wie vor die häufigste anzutreffende Rechtsform für unternehmerisches Handeln ist.

1. Die Strategische Krise der GmbH (Kapitalgesellschaften - auch GmbH Co. KG; AG)

  • Installation eines Krisenradars
  • Abwägen von Entscheidungen
  • Szenarienerstellung - Was passiert - Wenn?
  • Risiken ausgliedern und trennen
    (Projektgesellschaften, Betriebsaufspaltungen, Immobilien vom Geschäftsbetrieb trennen)

Der gesunde Menschenverstand ist hier manchmal sogar der bessere Ratgeber - mathematische Formeln und bunte Flipcharts helfen nur Beratern - Honorarabrechnungen zu schreiben. Die Verantwortung dafür - trägt der Unternehmer selbst. Strategische Krisen können auch gesellschaftsrechtliche Krisen sein!

Woran lassen sich die ersten Anzeichen einer GmbH-Krise erkennen?

  • In der Geschäftsführung der GmbH bilden sich Interessengruppen
  • Die Gesellschafterstruktur der GmbH ist sich uneins oder zerrüttet
  • Mitspracherecht von (Alt) - Gesellschaftern - Vorsicht bei Unternehmensnachfolge
  • Veränderungen bei der Nachfrage der Unternehmensprodukte
  • Zurückhaltung der Banken bei der Vergabe von Finanzierungen
  • Schwierigkeiten innerhalb der Mitarbeiter
  • zunehmende Abhängigkeit von wenigen Kunden
  • zunehmende Schwierigkeiten und Konflikte mit Lieferanten, Subunternehmern usw.
  • falscher Standort
  • zunehmende Garantieanfragen, Gewährleistungen, überdehnter Kundensupport
  • Burn-Out der Unternehmensleitung
  • Verpflichtungen und Gefälligkeiten aufgrund jahrelanger Unternehmensexistenz

Dies ist nur ein kleiner Auszug aus der täglichen Praxis. Sie können versichert sein - dass die Kanzlei vdB in ihrer Tätigkeit schon so gut wie alles erlebt hat - was zur strategischen Krise der GmbH führte. Nicht zuletzt deshalb - unser Leitmotiv - Nichts menschliches ist uns fremd!

Lösungen?

  • sinnvolle Meetings - mit Berichtsfunktion
  • externer Rat - hauseigene Mitarbeiter sehen lieber ihren Arbeitsplatz gesichert und Schönfärberei kann mit dem externen Berater unterbunden werden
  • Veränderungen in der Unternehmenshierarchie (Abteilungsleiter usw.)
  • Prüfung der gesellschaftsrechtlichen Verhältnisse
  • Bewertung und Prüfung der Unternehmenskultur
  • regelmäßige Risiko-Analyse
  • Betriebsaufspaltungen

Wie erkenne ich einen erfahrenen Berater?

Der denkende Mensch ändert seine Menung - das wusste auch schon Nietzsche. Ein Berater - der Ihnen Konzepte mit Copyright-Vermerk verkaufen möchte - ist definitiv bei der Bewertung der GmbH-Krise fehl am Platz. Sinnvoll ist hier die genaue Beobachtung des Beraters. Ist dieser im Gesellschaftsrecht versiert? Berater - die alles können - wo alles kein Problem ist - können Sie getrost aufkündigen. Eierlegende Wollmichsäue gibt es nicht.

Die Ausarbeitung eines konkreten Konzeptes bedarf vieler Rückfragen - einschliesslich einer Prüfung durch den Rechtsanwalt und Steuerberater.

 2. die Merkmale der bilanziellen Krise

Die bilanzielle Krise schließt sich der strategischen Krise nahezu nahtlos an. Indikatoren für eine Krise der GmbH sind in den Jahresabschlüssen - GuV - BWA - aber auch in den Informationen der Wirtschaftsauskünfte zu finden. In dieser Phase begehen die Geschäftsführer zumeist den Fehler - Zahlen - die einem externen Berater sofort ins Augen stechen - auf individuelle Unternehmensproblematiken zurückzuführen. Ein erfahrener Berater wird hier bohren und fragen - bis sich das Verständnis entwickelt.

Hierbei ist zu berücksichtigen - dass der Berater unternehmensfremd ist. Findet er nicht sofort plausible und logische Erklärungen, dann gehen Sie davon aus - dass dies auch zu einem späteren Zeitpunkt, beispielsweise im Falle der Insolvenzverschleppung, ein Ermittler oder Staatsanwalt dies ähnlich sehen wird.

Negative Entwicklungen im Unternehmen lassen sich im Frühstadium schwer erkennen und erfordern eine emotionslose Analyse. Diese sollte in jedem Fall extern beauftragt werden. Im Falle eines Aufschwungs - sollte sich der Geschäftsführer einer GmbH nicht vom Erfolg berauschen lassen - sondern stets mögliche Auswirkungen berücksichtigen.

Indikatoren der bilanziellen Krise:

  • Umsätze gehen zurück
  • Renditeabfall bei Eigenkapital, Kapital und Umsatz
  • Cash-Flow wird ausgedünnt
  • Ertragskraft geht zurück
  • Kapitaldecke minimiert sich
  • zunehmende Privatbürgschaften und Absicherungen bei Finanzierungen u.ä.

Auch oben genannte Punkte sind im Alltagsgeschäft des Unternehmens aufzuspüren. Dies erfordert jedoch einen objektiven Blick des Geschäftsführers einer GmbH. Dieser sollte sich stets die Risiken einer Insolvenz vor Augen halten. Nur so kann er bei seinen Entscheidungen auch negative Aspekte berücksichtigen. Dies ist nicht mit Angst als Ratgeber zu vergleichen, sondern soll eine Vorsichtsmaßnahme darstellen.

  • Betreibung von Forderungen nehmen zu
  • Forderungen fallen aus
  • Kundenbindung geht zurück
  • Mitarbeiter verlassen das Unternehmen
  • Garantien und Gewährleistung werden häufiger in Anspruch genommen

 3. Kapitalkrise der GmbH
Aus langjähriger Erfahrung heraus kann konstatiert werden: Das Einsetzen der Kapitalkrise in der GmbH ist immer ein Grundstein für spätere - im Falle der Insolvenz der GmbH - konstruierte Durchgriffshaftungen. In diesem Stadium sind fatale Fehlberatungen und Fehleinschätzungen bzgl. der Lage der Gesellschaft zu verzeichnen. Auch tritt in diesem Stadium bereits eine deutliche Minderung des Eigenkapitals gegenüber dem in der Satzung bestimmten Kapitals ein. Man spricht hier von einer Unterbilanz. Liegt eine Unterbilanz vor - befindet sich der Geschäftsführer der GmbH bereits im strafbewährten Fehlverhalten gem. § 84 GmbHG - Lesen Sie auch: Haftungsfalle §84 GmbHG.

Ein späterer Insolvenzverwalter wird nach Verdachtsmomenten forschen - um die Durchgriffshaftung aufgrund des Fehlverhaltens des Geschäftsführers auslösen zu können. Befindet sich die GmbH bereits in der Kapitalkrise besteht eine erhöhte Sorgfalt des Geschäftsführers und eine sofortige Handlungspflicht. Statistiken belegen, dass wegen einer weit verbreitenden und chronischen Unterfinanzierung deutscher GmbH's - die Geschäftsführer sich dennoch nicht dieser strafbewehrten Vorschrift des GmbHG vollumfänglich bewusst sind.

Aber auch Gesellschafter einer GmbH kennen diese Phase der Unternehmenskrise nur ungenau. Darlehen der Gesellschafter an die Gesellschaft wirken eigenkapitalersetzend. Später wieder an Gesellschafter zurückgeführte Darlehen unterliegen dann der Insolvenzanfechtung. Ein Punkt, welcher ein späterer Insolvenzverwalter genau abprüfen wird.

Ausschüttungen an Gesellschafter durch die Geschäftsführer der GmbH werden im Stadium der Unternehmenskrise durch die hiesige Rechtsprechung als existenzvernichtender Eingriff gewertet - Bankrott.

 4. Liquiditätskrise der GmbH

Ist das Stadium der Liquiditätskrise in der GmbH erreicht, so wird auch der verträumteste Geschäftsführer erkennen müssen, dass akuter Handlungsbedarf besteht. Leider stellen wir immer wieder fest, dass auch in dieser Phase die Augen vor den Wahrheiten stark verschlossen werden.

  • Zahlungsziele und Vereinbarungen werden überdehnt
  • Kredite bei Lieferanten
  • KK-Linie bei der Hausbank ist ausgeschöpft
  • Inanspruchnahme von "Justizkrediten"
  • Haftungsbescheide von Finanzämtern
  • Zahlungsrückstand bei den Krankenkassen
  • Zwangsvollstreckungsmaßnahmen seitens der Gläubiger
  • Kontopfändungen

Liegt eine oder mehrere oben genannter Voraussetzungen vor, darf der Geschäftsführer davon ausgehen, dass er sich bereits in laufender Insolvenzverschleppung befindet. Der Gesetzgeber bedient sich bei der Feststellung der Insolvenzreife verschiedener Merkmale.

Die häufigsten Gründe für die Insolvenz einer GmbH sind die Merkmale der Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung.

Lesen Sie bitte dazu unsere ausführliche Abhandlung in der Sektion - Risiko Insolvenz. Folgende Beiträge haben wir für Sie veröffentlicht!

Insolvenzantragspflicht - Übersicht

Überschuldung - Überschuldungsbilanz

Insolvenzverfahren

 6. unternehmerische Krise

Oft vergessen in der einschlägigen Fachliteratur, doch Beratern in ihrer Praxis nicht fremd, ist die eigentliche mentale Krise des Unternehmers selbst. Der Geschäftsführer und / oder Gesellschafter einer GmbH verbindet mit dem Untergang des Unternehmens auch sein persönliches Scheitern.

In dieser Phase der Krise - welche durchaus alle anderen Phasen typische Begleiterscheinung ist und nicht selten alle Stadien des Untergangs überlebt - fällen selbst versierte Unternehmer in der Regel katastrophale Entscheidungen. Leider! Langjährige Geschäftspartner oder Berater geben allerdings auch in dieser Phase nicht selten Tipps wie:

  • "...Durchhalten...."
  • "....das wird schon wieder..."
  • "...Denke an Deinen Ruf...."
  • "...die Firma ist nun schon so alt...was sollen die Leute sagen..."

Entspringt das Unternehmen einem traditionellem Familienbetrieb sind die Aussagen - ach Sie kennen Sie!

Fehlentscheidungen werden getroffen - nur um das Meinungsbild anderer zu bestätigen - welche allerdings im Falle des totalen Zusammenbruchs - der Insolvenz - nur dem Geschäftsführer selbst auf die Füße fallen. Die, deren Meinungsbild man befriedigt hat - haben sich bereits abgewandt.

Dazu kommt teilweise die Unfähigkeit - gegenüber Vertrauten auch reinen Tisch zu machen. Wir erleben es oft, dessen können Sie sich sicher - dass Unternehmer immer noch Fehlentscheidungen in der Vergangenheit gedanklich abmildern und Schuldzuweisungen an Dritte abgeben. Auch der Versuch - eines Unternehmers - die Krise aus eigenem Antrieb zu lösen - ohne fremde Hilfestellung in Anspruch zu nehmen - verschlimmert nicht selten das strafrechtliche Risiko des Geschäftsführers.

Wichtig wäre hierbei - und nur so kann die Krise erfolgreich bewältigt werden - ein echtes Eingeständnis des Unternehmers - dass er im Punkt Krisenfrüherkennung versagt hat. Solche Erfahrungen sind schmerzlich aber unvermeidbar. Ist der richtige Umgang mit der Krise im Bewusstsein verankert, werden Sie sehen, wie einfach sich Lösungen und neue Wege ergeben.

Es ist lediglich die Angst vor neuem - die selbst erfahrene Geschäftsleute an "bewährten" Mustern festhalten lässt. Diese Muster sind nicht einzigartig oder neu - sondern kennt auch der Gesetzgeber. Dieses Muster ist in der unzähligen Rechtsprechung zum Thema Insolvenzverschleppung definiert.

Kann vdB Ihnen helfen?

Ja, sofern Sie denn wollen. Lieber Interessent, gehen Sie bitte davon aus, dass wir unser Geschäft in Gänze verstehen. Wir sind nur in der Bewältigung von Unternehmenskrisen erfolgreich, weil wir auch unsere Mandanten verstehen. Und eben auch das Verhalten von Menschen - in Situationen - derer sie so nicht gewachsen sind. Nichts menschliches ist uns fremd - deshalb - Karten auf den Tisch. Nur so können alle Geschwüre der Krise effektiv entfernt werden.

Zum Abschluss des 1. Kapitels möchte ich einen gewagten, aber dennoch passenden Vergleich anstellen. Nicht selten gleicht die Krisenbewältigung dem Bildnis eines Alkoholikers, welcher beteuert - nichts mehr zu trinken - aber in diesem Moment genau weiss, wo er die nächste Flasche gebunkert hat. Jeder Unternehmer kennt seine eigenen sprichwörtlichen Leichen im Keller. Ohne eine gesunde Vertrauensbasis zwischen Ihnen und unserer Kanzlei - noch ein Sprichwort - fangen diese sicherlich vom Kopf her an zu stinken.

Das bestätigt sich in der steigenden Mandatsbearbeitung unseres Rechtsanwaltes in Fällen der Insolvenzverschleppungs, Untreue und Bankrottstraftaten. Mandanten, welche allesamt meinten, jahrelange Praxis und Studium durch das Lesen kurzer Sätze und Abschnitte zu ersetzen und diese auch noch dilettantisch umgesetzt haben.