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Chancen durch Insolvenplan - Sanierung der GmbH durch das Insolvenzverfahren

sanierung-gmbh

Trotz erheblicher Risiken besteht die Möglichkeit, die angeschlagene GmbH im Rahmen des Insolvenzverfahrens zu sanieren. Allerdings bedarf es hier einer gründlichen Vorbereitung. Folgende Vorteile können im Insolvenzverfahren genutzt werden - sofern die Voraussetzungen zur Sanierungsfähigkeit des Unternehmens gegeben sind. Geschäftsführer und Gesellschafter sollten dadurch auch den unbedingten Sanierungswillen zeigen.

Nicht zu unterschätzen ist auch die Beteiligung der Mitarbeiter am Sanierungsprozess. Nicht selten zeigen sich nach Bekanntwerden der Insolvenz Auflösungserscheinungen in der Moral der Belegschaft. Diese beschäftigen sich eher mit den Möglichkeiten des Insolvenzgeldes und der Übertragung von Urlaubsanspruch im Kalenderjahr, als aktiv an der Beseitigung der Krise mitzuwirken.

Alle hier aufgezeigten Sanierungsvarianten können auch durch entsprechende Vorbereitung und dem Einsatz erfahrener Krisenmanager sowie dem Geschick eines Machiavelli innerhalb der freien Sanierung erreicht werden, sofern die Liquiditätslage der Gesellschaft dies noch zulässt. Besonderen Charme entfaltet der Insolvenzplan in Kombination mit der fremdgeführten Insolvenz, den Einsatz von Transfer- und Auffanggesellschaften sowie der übertragenden Sanierung.

Weiterhin ist der künftige Insolvenzverwalter bereits im Vorfeld auszuwählen. Dies kann auf mehreren Wegen geschehen, wir beraten Sie dazu gern!

Die Insolvenzordnung sieht im eröffneten Verfahren Sonderrechte des Insolvenzverwalters vor, durch deren Nutzung Sanierungshindernisse beseitigt werden können. Hierbei geht es vor allem darum, die das Krisenunternehmen wirtschaftlich belastenden Verträge nicht erfüllen zu müssen, diese stattdessen neu verhandeln und ggf. mit anderen Partnern kontrahieren zu können. Beispielsweise kann es sich dabei um langfristige Liefer- oder Mietverträge zu nicht mehr wettbewerbsfähigen Konditionen handeln, aber auch um Aufträge, deren weitere Ausführung das Unternehmen voraussichtlich mit Verlusten belasten würde. Entsprechende Schadensersatzforderungen würden dabei ggf. als einfache Insolvenzforderungen „zur Tabelle“ angemeldet und im Rahmen der insolvenzspezifischen Schuldenregulierung mit der sog. Insolvenzquote befriedigt.

glaeubigerDaneben sieht die Insolvenzordnung im eröffneten Verfahren Sonderkündigungsrechte des Verwalters für Dienstverhältnisse vor. Soweit nicht eine kürzere Frist maßgeblich ist, können Mitarbeiter des Krisenunternehmens mit einer Frist von drei Monaten zum Monatsende gekündigt werden. Natürlich sind dabei die für betriebsbedingte Kündigungen maßgeblichen Regeln der Sozialauswahl zu beachten und ggf. mit dem Betriebsrat auch ein Interessenausgleich über eine Betriebsänderung und ein Sozialplan zu verhandeln. Für das Sozialplanvolumen sind in der Insolvenz Höchstgrenzen vorgesehen.

Auch wenn in der Insolvenz grundsätzlich die Vorschriften von Kündigungsschutz- und Betriebsverfassungsgesetz sowie zum § 613a BGB (Betriebsübergang) gelten, so sehen die Insolvenzordnung und die einschlägige Rechtsprechung in diesem Bereich doch erhebliche Verfahrensvereinfachungen vor, um eine geplante Sanierung zu erleichtern. Ihre Praktikabilität ist bekanntermaßen umstritten. Übersehen wird dabei manchmal, dass eine Sanierung ohne Kompromisse mit den Mitarbeitern und ihren Interessenvertretungen auf Dauer nicht tragfähig sein kann. Auch muss man leider feststellen, dass manch eine pauschale Ablehnung solcher Schutzvorschriften nicht gerade von einer kenntnisreichen und erfahrungsgesättigten Basis her argumentiert.

Hinweis: Nur wenige Insolvenzverwalter und Fachanwälte sind heute zu einem souveränen Umgang mit diesem Problemkomplex in der Lage. Wir übernehmen diese Aufgabe gern!

abwicklung-gmbhNicht zu unterschätzen für die Fortführung eines insolventen Unternehmens ist die Wirkung des Insolvenzgeldes. Vereinfacht gesagt: In einem Zeitraum von bis zu drei Monaten vor der Entscheidung des Gerichts über die Insolvenzeröffnung kann das Krisenunternehmen damit ohne Personalkosten wirtschaften.

Unter der Voraussetzung, dass ausreichende Aufträge zur Verfügung stehen und entsprechende Umsätze erlöst werden, kann auf diesem Weg die Insolvenzmasse erheblich angereichert werden. Kurzfristige Liquiditätsprobleme nach der Insolvenzantragstellung, die die Fortführung behindern oder unmöglich machen könnten, können durch die Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes häufig gelöst werden. Für den erfahrenen Insolvenzverwalter und kommissarischen Geschäftsführer sind, soweit die Voraussetzungen dafür vorliegenden, die erforderlichen Abstimmungen mit den Mitarbeitern des Unternehmens, der zuständigen Arbeitsagentur und einem Kreditinstitut Routinesache.

Ebenfalls sei nur kurz erwähnt, dass mithilfe eines Insolvenzplans nachhaltige Eingriffe in die Absonderungsrechte von Gläubigern an Vermögenswerten des insolventen Unternehmens möglich sind (die z.B. auf Grundschulden, Sicherungsübereignungen, Pfandrechten, Abtretungen oder verlängerten Eigentumsvorbehalten beruhen können), soweit diese Gläubiger damit im Rahmen des Insolvenzverfahrens nicht schlechter gestellt werden als ohne einen Insolvenzplan.

Und wenn nun – vor dem Hintergrund der oben dargestellten Bedingungen und Chancen in der insolvenznahen Unternehmenskrise – vieles für eine Sanierungsstrategie mithilfe eines Insolvenzplans spricht, dann lohnt es sich für die Unternehmensleitung, trotz einiger möglicher Hindernisse und Unwägbarkeiten für eine solche Strategie zu kämpfen, zu versuchen, die Hindernisse aus dem Weg zu
räumen, und sich im Vorfeld eines Insolvenzantrags so gut wie möglich auf ein Insolvenzplanverfahren vorzubereiten.